Digitale Nomaden Forum

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Das Affiliate Programm von Bodo Schäfer in einer kleinen Nische

Große Themen sind besetzt. Wer heute mit einem allgemeinen Beitrag über finanzielle Freiheit startet, konkurriert mit Kanälen, die seit zehn Jahren dabei sind. In einer engen Nische sieht das anders aus – dort gibt es oft nur eine Handvoll Texte zu einer Frage, und die sind meist mittelmäßig.

Die Frage ist nur, ob ein Programm wie dieses in einer kleinen Nische überhaupt trägt. Meine Einschätzung: ja, aber unter einer Bedingung – die Nische muss thematisch anschlussfähig sein.

Anschlussfähig heißt: Es muss einen glaubwürdigen Weg vom Nischenthema zu Geld, Beruf oder persönlicher Entwicklung geben. Beispiele, bei denen das funktioniert: ein Blog über Handwerksbetriebe und deren Nachfolge. Eine Community für Wiedereinsteigerinnen. Ein Kanal über Auswandern. Ein Forum für eine bestimmte Berufsgruppe. In allen Fällen kommen die Themen Geld, Selbstständigkeit und Neuanfang zwangsläufig vor.

Nicht anschlussfähig sind Nischen, in denen diese Themen nie auftauchen. Da hilft auch die beste Formulierung nicht.

Die Produkte nach Provisionsstufe:

Bücher – 5 € pro Bestellung

Video-Coachings – bis zu 108,74 € pro Verkauf

Live-Seminar – rund 19 € pro Anmeldung

Der Vorteil kleiner Nischen liegt in der Quote, nicht im Volumen. Wenn du dreihundert Leute erreichst, die alle dieselbe konkrete Situation haben, ist die Wahrscheinlichkeit eines Klicks pro Person um ein Vielfaches höher als bei dreitausend zufällig zusammengewürfelten Lesern. Bei kostenfreien Büchern, wo die Hürde ohnehin niedrig ist, macht das einen spürbaren Unterschied.

Der Nachteil ist ebenso klar: Dreihundert mal eine gute Quote ist immer noch eine kleine absolute Zahl. Wer in einer Nische arbeitet, sollte das Programm als Ergänzung behandeln, nicht als tragende Einnahmequelle. Bei 5 € pro Bestellung braucht es Volumen, und Volumen ist genau das, was eine Nische nicht liefert.

Es gibt noch einen Effekt, der für kleine Nischen spricht und der mit Reichweite nichts zu tun hat: Man wird gefragt. In einer engen Community entstehen mit der Zeit Threads, in denen jemand direkt um eine Einschätzung bittet – und eine Antwort auf eine gestellte Frage wird völlig anders aufgenommen als ein Beitrag, den man ungefragt veröffentlicht. Wer in seiner Nische bekannt ist, bekommt diese Gelegenheiten regelmäßig, ohne sie herstellen zu müssen.

Genau deshalb halte ich es für einen Fehler, in kleinen Nischen auf Reichweitenwachstum zu optimieren. Die Zahl wächst dort ohnehin langsam. Was schneller wächst, ist der Ruf – und der ist für Empfehlungen die härtere Währung.

Was in kleinen Nischen erfahrungsgemäß am besten funktioniert: die Übersetzung des allgemeinen Themas in die konkrete Sprache der Zielgruppe. Nicht „finanzielle Freiheit", sondern die Frage, die deine Leute sich tatsächlich stellen – etwa wie man nach der Betriebsübergabe weitermacht oder wovon man im ersten Jahr nach dem Wiedereinstieg lebt. Das Buch ist dann eine Antwort unter mehreren und nicht der Anlass des Textes.

Ein zweiter Punkt, der in Nischen stärker wirkt als anderswo: Wiedererkennbarkeit. Wenn du derselbe bleibst und über Monate an denselben Fragen arbeitest, wirst du zur Anlaufstelle. Empfehlungen von einer Anlaufstelle werden anders gelesen als Empfehlungen von einem beliebigen Kanal – und das ist der einzige Vorteil, den kleine Kanäle gegen große tatsächlich ausspielen können.

Die Anmeldung ist kostenlos, ohne Bewerbung und sofort freigeschaltet.

In welcher Nische seid ihr unterwegs, und welche Produkte lassen sich dort glaubwürdig unterbringen?