Digitale Nomaden Forum

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Wie ich einen Schengen-Tage-Rechner einmal komplett durchgespielt habe

Statt wieder nur allgemein über Tools zu reden, wollte ich hier mal ein einzelnes Beispiel komplett durchspielen, so wie ich es tatsächlich gemacht habe. Als Ausgangspunkt hatte ich ein Problem, das mich selbst schon öfter genervt hat: die 90-von-180-Tage-Regel im Schengen-Raum im Kopf oder in einer Notiz-App mitzuzählen.

Mein Gedanke war, dass es anderen Nomaden hier ähnlich geht. Man reist zwischen Ländern hin und her, verliert irgendwann den Überblick, welcher Tag noch als Aufenthaltstag zählt, und steht am Ende am Flughafen, ohne sicher zu sein, ob die Einreise noch erlaubt ist. Genau für dieses Zielpublikum und genau für dieses eine Problem wollte ich ein Tool bauen, keine große App mit hundert Funktionen.

Die Formatfrage war schnell beantwortet: ein Rechner, in den man Ein- und Ausreisedaten einträgt und der die verbleibenden Tage ausrechnet. Keine Anmeldung, keine Datenbank, einfach eine Seite, die am Ende eine Zahl ausspuckt.

Weil ich selbst kein Entwickler bin, habe ich mir für die Konzeptphase Unterstützung geholt: den Lovable Cheat Code von Yugeen Onlinemarketing, den Leitfaden, der mich bis zum fertigen Prompt geführt hat (Affiliate-Link, in aller Offenheit). In gut einer Viertelstunde war ich durch die Fragen zu Zielgruppe, Problem und Format durch und hatte am Ende einen Text, den ich eins zu eins in Lovable einfügen konnte.

Was der Leitfaden nicht macht: er baut das Tool nicht für einen. Man bekommt das Konzept und den fertigen Prompt, der eigene Lovable-Zugang und das Testen bleiben bei einem selbst. Mein erster Durchlauf hat die Tage sogar falsch gezählt, weil der aktuelle Tag im Prompt nicht sauber behandelt war, also musste ich in Lovable noch von Hand nachbessern.

Der letzte Baustein war die Frage, wie ich daraus mehr als eine nette Spielerei mache. Der Leitfaden regt an, dazu eine Brücke zu einem passenden Partnerangebot zu bauen, bei mir wäre das zum Beispiel ein Anbieter für Reiseversicherung oder eSIM, umgesetzt habe ich das aber noch nicht.

Ob sich das am Ende lohnt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, dafür ist es zu früh. Aber als Werkzeugkasten fürs Konzept fand ich es brauchbarer, als ich vorher gedacht hätte. Baut hier im Board noch jemand eigene kleine Tools für unterwegs, oder bleibt ihr eher bei fertigen Apps?